02.03.21

Matratzenarten

Welche Matratze ist die richtige?

Eine Frage, die wirklich nicht so einfach zu beantworten ist. Die richtige Matratze ist immer die, auf der Sie am besten schlafen können. Diese einfache und trotzdem zutreffende Weisheit ist für Menschen auf der Suche nach einer passenden Matratze dennoch keine große Hilfe. Zu umfangreich ist das Angebot an Matratzen, die online oder auch im lokalen Matratzenhandel zum Verkauf angeboten werden.
Welche Merkmale sind also wichtig für die Entscheidung, welche Matratzenart es sein soll?

Die Matratze mit optimaler Körperanpassung
Die Körperanpassung der Matratze ist das wichtigste Merkmal. Entspannt schlafen geht eben nur, wenn der Körper entspannt liegen kann, gestützt von einer sich perfekt anpassenden Matratze. Gleichzeitig soll die Matratze eine gute Unterstützung darstellen, um für die Wirbelsäule eine ergonomisch korrekte Position zu gewährleisten. 

Die Wirbelsäule in Rückenlage

Wenn hier die falsche Matratze gewählt wird, kann es sehr schnell zu schmerzhaften Verspannungen kommen, zu Rückenschmerzen oder auch zu Beeinträchtigungen der Durchblutung. Deutliches Zeichen hierfür sind Taubheitsgefühle an den Gliedmassen.  Die besondere Herausforderung an die Matratze ist dann auch noch, dass die eben genannten Eigenschaften auch bei wechselnden Schlafpositionen noch zutreffen.

Die Wirbelsäule in Seitenlage

Bei Seitenschläfern ist es wichtig, dass die Matratze im Bereich der Schulter und des Beckens nur soviel nachgibt, dass die Wirbelsäule in einer  horizontal geraden Position zur Ruhe kommt. Auch hier kann die falsche Matratze oder eine ungesunde Schlafposition zu erheblichen Problemen führen.
Manche Matratzen versprechen eine hohe Punktelastizität, andere werben mit einer guten Flächenelastizität. Grundsätzlich sind Matratzen mit einer hohen Punktelastizität empfehlenswert, wie wir sie bei Taschenfederkernmatratzen oder Kaltschaummatratzen vorfinden. Aber auch die eher flächenelastische Matratze mit einem Bonellfederkern hat durchaus noch eine Daseinsberechtigung.

Wer also auf der Suche nach einer passenden Matratze ist, der kann sich hier über die Vor - und Nachteile der verschiedenen Matratzenarten informieren.

Kaltschaummatratzen - everybodies Darling

Kaltschaumkern

Kaltschaummatratzen sind eine ernsthafte Konkurrenz zu den beliebten Taschenfederkernmatratzen geworden. Sie zeigen eine ähnliche Reaktion wie Taschenfederkernmatratzen und werden in zahlreichen Varianten und Qualitäten angeboten.
Die Bezeichnung Kaltschaummatratze verdankt diese Matratzenart dem Herstellungsprozess des Matratzenkerns. Hierfür wird Polyurethanschaum genutzt. Dieser Schaum kann bei niedrigen Temperaturen (Kaltschaum) gehärtet werden. Dadurch kann eine größere Stauchhärte erzielt werden, als bei den noch oft angebotenen Komfortschaummatratzen. Kaltschaummatratzen verfügen über eine hohe Elastizität und bieten auch bei großen Belastungen einen komfortablen Bettkomfort.

Taschenfederkernmatratzen - die coole Alternative

Kaltschaumkern

Eine immer noch extrem beliebte Matratzenart ist die Taschenfederkernmatratze. Im Gegensatz zur Federkernmatratze kann es die Taschenfederkernmatratze in der Disziplin Punktelastizität durchaus mit der Kaltschaummatratze aufnehmen. Das erreicht der Taschenfederkern dadurch, dass hier die Federn eine Tonnenform haben, statt wie bei der klassischen Federkernmatratze Federn,  die tailliert sind. Daher wird diese Matratze auch Tonnentaschenfederkernmatratze genannt.  Und weil diese Federn in kleine Tasche eingenäht sind, die miteinander verbunden sind, ergibt sich hier eine sehr hohe Punktelastizität. Gleichzeitig stören bei einer Taschenfederkernmatratze keine metallischen Geräusche die Nachtruhe.  Ein großer Pluspunkt für die Taschenfederkernmatratze ist die hohe Luftzirkulation im Matratzenkern. Wer Nachts schnell schwitzt, der ist mit dieser Matratze ganz gut bedient. Auch eine verbesserte Feuchtigkeitsabfuhr ist hier gegeben.

Federkernmatratzen  - Oldie but Goldie

Federkern

Wie oft wurde der Federkernmatratze schon prophezeit, dass für sie kein Bedarf mehr in den Betten der Republik ist. Moderne Matratzen wie die Kaltschaummatratze oder auch die Taschenfederkernmatratze treffen eher den Geschmack der Nutzer. Dennoch findet auch die Federkernmatratze immer noch ihre Liebhaber. AUch das ist nachvollziehbar. Ein robuster Federkern ist lange haltbar und er kann auch bei großen Belastungen noch eine komfortable Schlafunterlage bieten.  Federkernmatratze werden zum Teil schon recht günstig angeboten. allerdings sollte man hier nicht am falschen Ende sparen, weil es wie immer eine bessere Qualität nur gegen einen höheren Preis gibt.
Die Liegeflächen bei Federkernmatratzen sind in der Regel nicht in Komfortzonen eingeteilt und es werden auch nur in seltenen Fällen verschiedene Härtegrade angeboten.

Viscoelastische Matratzen - im Weltraum bewährt

Taschenfederkern

Viscoelastischer Schaum ist ein spezielles Material, das für die Raumfahrt entwickelt wurde, um bei Starts  die enormen Belastungen abzufangen.
Viscoelastischer Schaum gilt als etrem druckentlastend und bietet so einen Schlafkomfort, der nicht so leicht zu toppen ist.  Das auch Memory Schaum
genannte Material wird in der Pflege eingesetzt, aber immer mehr auch in privaten Schlafzimmern als Matratze oder auch Kissen und Topper.
Der viscoelastische Schaum reagiert auf Druck und Wärme und passt sich der Körperform perfekt an. Ohne die Muskeln zu belasten ruht der Körper wie in einer für ihn geschaffenen kuschelig weichen Form.


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viscomatratze

Die Lösung aus dem Weltraum - viscoelastischer Schaum. Um die zarten Astronbautenpopos beim Start zu entlasten, wurde dieses Material entwickelt. Auch unter den Bedingungen der Schwerkraft kann viscoelastischer Schaum sinnvoll sein - z.B. in der Matratze.